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Doc Wassmuth und das ewige Leben – Teil 2: Ernährung als lebensverlängernde Maßnahme

8. November 2017 | Tags: Artikel und Studien, Burnout, Orthomolekulare Medizin

Bitte beachten Sie

Ich habe einige außergewöhnliche Behandlungsansätze, die sich nicht in Büchern wiederfinden. Diese sind meist konsequent weitergedachte schulmedizinische Betrachtungsweisen. Um mich und meine Arbeit besser kennenzulernen, stelle ich diese hier dar. Ich diskutiere diese gerne mit Ihnen und stelle etwas pointiert dar, um zum Austausch anzuregen. Dieser Blog ist weder Ausbildung, noch zum Nachahmen gedacht und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Therapie. Aber vielleicht lachen Sie. Und dann vielleicht doch.

Wir werden in dem Exkurs über das ewige Leben über die Bedeutung von Hormonen, der männlichen und weiblichen Menopause, Vitalstoffen und vielem mehr berichten. Alle Maßnahmen sollten sich auch für den Laien umsetzen lassen. Leider gibt es nicht die eine Maßnahme oder nur die eine Pille, die das Alter nach oben schraubt. Dafür ist der Körper doch zu komplex.

Vielleicht fragt sich jemand, warum dieses Thema unter der Überschrift Burnout läuft und was das mit Therapie zu tun haben soll. Leistungsfähigere Organe zu haben, die jünger sind, weniger anfällig und auf 100 % ihrer Energieausnutzung laufen hält nicht nur unseren Körper auf Trab. Die gleichen Effekte betreffen auch den Kopf. Wer erinnert sich denn nicht daran, mit 20 nach einer durchgemachten Nacht schnell zu duschen und zur Arbeit zu gehen? Die Fahne wurde weggegurgelt und nach einer guten Tasse Kaffee sah man aus wie neu. Hab ich gehört. Ich habe das natürlich nie gemacht. Da bin ich professionell. Hinter mir ist nie jemand wie Schwester Edelgart von der Station 21 mit dem Alkoholmeter hinterhergelaufen und wollte mich pusten lassen, die blöde Kuh. Als würde die immer ganz nüchtern zur Arbeit kommen, wusste doch jeder damals. Aber ich habe davon gehört, dass so etwas immer wieder vorgekommen sein soll, aber ich verrate nichts!
Und heute? Mache ich auch eine Nacht durch. Kein Problem. Schöne Dusche am nächsten Tag, ein bis zwei Tassen Kaffee und dann nichts wie ins Bett. Für lange Zeit. Am nächsten Wochenende erzählt man sich dann im Freundeskreis, dass man bis Donnerstag nicht voll einsatzfähig gewesen sei. Von der Karfreitagsfeier! Und woran liegt das? Zum einen an den Hormonen. Die nehmen ab dem 20ten Lebensjahr ab und dann fehlt natürlich die damit verbundene Kraft. Und es fehlen unsere beliebten Neurotransmitter. Die haben wir nämlich durch das ganze Arbeiten verbraucht. Welche Belastung hatten wir denn zu Schulzeiten oder im Studium? Boah, ich habe heute bis zur 9ten Stunde! Was ein Tag. Ja wann war die denn zu Ende? Um halb drei! Das waren unsere anstrengenden Tage damals. Kein Wunder, dass wir da noch Energie übrig hatten und am Wochenende richtig einen drauf gemacht haben. Wissen Sie, wie ich diese langen Tage heute nenne? Freien Nachmittag. Ich mach heute nur einen halben Tag, nenne ich das! Wenn ich im Göttinger Klinikum um 18:30 in der Umkleide der Chirurgie von meinem Chef erwischt wurde, hat der mich gefragt, ob ich freien Nachmittag mache oder meine Oma gestorben ist. Und ich hatte damals sehr viele Omas. Und allen ging es gesundheitlich eher schlecht. So alle 14 Tage freitags spitzte sich die Lage meist zu.

Die abnehmenden Hormone können wir dem Alter zuschreiben, der Rest geht aber auf unsere Kappe. Und je mehr ich gearbeitet habe, desto weniger Sport war zeitlich drin. Ich erzähle Ihnen demnächst, wie wir unsere Hormonspiegel durch Sport auf Höchstleistung trimmen können. Wissen Sie aber schon. Jeder merkt diesen Effekt, sollte er sich durch welchen Zufall auch immer mal bewegt haben. Und sei es, weil sie die Bahn noch erreichen wollten. Man fühlt sich einfach besser, gut erholt, geistig frei. Brauche ich keine Studie zu machen, ist Allgemeinwissen.

Heute bleibt es aber noch einmal beim Thema Ernährung. Wussten Sie, dass Sie mit einem einfachen Effekt Ihr Leben um 50% verlängern können? Das sind über 30 Jahre! Googlen Sie mal kalorische Restriktion. Fallen Sie um. Nehmen wir einmal an, wir würden gegenüber einer für uns völlig normalen Ernährung zwischen 10 und 50% Energieaufnahme reduzieren. Das ist gar nicht mal so viel, wenn wir bedenken, dass die meisten schon viel mehr essen, als sie täglich verbrauchen. Durch diese Einschränkung wurde bei vielen Tieren eine Erhöhung der Lebenserwartung um 50% bewiesen! Falls Sie jetzt fragen, wieso das nur an Tieren untersucht wurde und nicht bei Menschen kann ich nur sagen: Wie soll man das denn machen? 70 Jahre Modellversuch bei hunderten von Leuten und wer bezahlt das? Glauben Sie nicht, dass die Pharmaindustrie da Geld für locker macht. Geld wird immer noch mit Medikamenten und Krankheiten, nicht mit Gesundheit verdient. Der Staat vielleicht? Na, der freut sich, wenn alle Menschen plötzlich 130 Jahre alt werden. Rente mit 112 ist kein guter Wahlkampfslogan. Mehr als Tierversuche werden Sie niemals bekommen. 1914 wurde bereits festgestellt, dass eine Reduzierung des Nahrungsangebotes für Ratten das Auftreten von Krebs reduzierte und das Lebensalter verlängerte. 1933 kam eine biochemische Bestätigung. Ratten mit 33% weniger Ernährung lebten 50% länger. Bestätigungen in den 60er und 70er Jahren. Hier fand man, dass die Zusammensetzung der Nahrung gar nicht mal so wichtig war. Und selbst bei erwachsenen Tieren blieben die Effekte die gleichen, man musste also gar nicht schon in jungen Jahren anfangen. In den 90er Jahren gab es die gleichen Ergebnisse bei Primaten. Näher kann man dem Menschen kaum kommen.

Die Effekte sind immer die gleichen: Die durchschnittliche Lebenserwartung geht hoch, die maximale Lebenserwartung auch. Altersbedingte Erkrankungen werden seltener.

Wenn man alle Studien sichtet, dann sind nur Spezies, die von sich aus nicht zum Übergewicht neigen, von diesem Effekt nicht betroffen. Ist uns als Mensch eher egal. Gesichert ist, dass Kalorienreduktion eine wirksame Vorbeugung gegen Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose ist. Dies sind die Hauptursachen für Krankheiten, Behinderungen und Sterblichkeit beim Menschen.

Sollten Sie durch welchen Zufall auch immer einen der letzten Artikel hier gelesen haben, dann wissen Sie jetzt, wie gefährlich Zucker für uns ist. Ich bin mir fast sicher, diese Tatsache das ein oder andere Mal erwähnt zu haben. Wir wissen, dass Zucker einen guten Teil der täglichen Kalorienaufnahme ausmacht. In Deutschland ca. 100 Gramm pro Tag, was 25% aller täglichen Kalorien entspricht. Ein Glas Cola hat hier schon 27 Gramm, von versteckten Zuckern oder Fructose ganz abgesehen.

Stellen Sie sich vor, Sie würden durch Zucker verzichten. Sie würden von allen in den vorherigen Artikeln beschriebenen Effekten profitieren. Und Sie wären bei einer kalorischen Reduktion von 25%, was ziemlich genau dem Maß entspricht, mit dem unsere Primaten uralt wurden! Im Fussball nennt man das „Doppelhammer“!

Es gibt nur eine wichtige Regel hierbei und an die müssen Sie sich wirklich halten: Sagen Sie es nicht weiter! Machen Sie das einfach so und schweigen Sie darüber. Ist wie bei einem guten Italiener. Man erzählt es rum, macht Werbung und schon bekommt man am Samstag keinen Tisch mehr. Steht man draußen in der Kälte doof rum. Deutschland würde zusammenbrechen und wir alle müssten viel länger arbeiten. Irgendwann würde Homeland auf den Plan kommen und das Phänomen zum Ursprung zurückverfolgen und dann bin ich dran! Ich wurde heute bereits in der S4 von einem uniformierten verfolgt, dem bin ich grad noch entkommen. Der wollte wahrscheinlich nur meinen Fahrschein sehen, aber man kann ja nie wissen. Diesmal habe ich noch Glück gehabt.

Aber es war knapp.

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