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Rosenwurz – Neues aus der Hexenküche

22. September 2019 | Tags: Artikel und Studien, Orthomolekulare Medizin

Bitte beachten Sie

Ich habe einige außergewöhnliche Behandlungsansätze, die sich nicht in Büchern wiederfinden. Diese sind meist konsequent weitergedachte schulmedizinische Betrachtungsweisen. Um mich und meine Arbeit besser kennenzulernen, stelle ich diese hier dar. Ich diskutiere diese gerne mit Ihnen und stelle etwas pointiert dar, um zum Austausch anzuregen. Dieser Blog ist weder Ausbildung, noch zum Nachahmen gedacht und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Therapie. Aber vielleicht lachen Sie. Und dann vielleicht doch.

Hallo liebe Freunde,

habt Ihr Euch schon jemals gefragt was passiert wäre, wenn man die Kräuterhexen im Mittelalter nicht verbrannt und damit deren Wissen vernichtet hätte? In den letzten Jahren suchen wir überall auf der Welt nach Heilmethoden und wir selbst haben keine mehr. TCM, Akupunktur, Homöopathie. Klingt nicht sehr deutsch. Ayurveda, Chiropraktik, Qi Gong, Shiatsu, Yoga? Also bitte. Hat irgendjemand noch Aufzeichnungen seiner Urgroßmutter aus dem Mittelalter? Ich würde da gerne mal reinschauen. Leider müssen die Heilmethoden auch zu unserem Gencode passen. Chinesische Kräuter werden von Chinesen sicher gut vertragen. Aber vom Germanen? In dieser Hinsicht ist auch darauf hinzuweisen, dass unser Körper die Zusammensetzung und die Vitamine einer australischen Kiwi nicht gut erkennt, weil sie sich doch von den einheimischen unterscheiden. Auch in dieser Hinsicht solltet Ihr zum eigenen Wohl wohnortnahen Anbau bevorzugen.

Ich ärgere mich über diesen Verlust an Heilwissen aus dem deutschen Brauchtum schon lange. Aber jetzt, völlig überraschend kommt die Renaissance, die Wiedergeburt der deutschen Kräuterheilkunde!
Jeden Morgen lese ich ca. drei Fachzeitschriften bei einem guten Expresso (den ersten am Morgen trinke ich sehr schnell!). Da lese ich: Wissenschaftliche Studien zu Rosenwurz gegen Stress. Passionsblume zur Parasympathikusstimulation. Baldrian aktiviert unsere GABA Systeme. Ich lese von Nachtkerzenöl und Lavendel. Natürlich lese ich auch von Johanniskraut, aber das ist kein Wunder. Den versuchen sie uns ja schon seit Jahren unterzujubeln. Dann der neueste Knaller: Für unser Hirn: Lebertran! Oder Fischöle generell. Meine Oma war der Zeit weit voraus! Musste ich immer bei ihr trinken.

Wir schauen uns diese Hexenküche in dieser neuen Reihe einmal an.

Heute fangen wir mit Rosenwurz an. Im April 2011 wurde Rosenwurz als Nahrungsergänzungsmittel mit mangelhaft bewertet. Grund: Die Wirkung des Krautes ist so stark, dass es eigentlich als Arzneimittel deklariert werden müsste. Hat man wohl von 1369 bis 2011 vergessen. 56 Ärzte bekamen Rosenwurz vor dem Nachtdienst, wodurch die negative Wirkung des Nachtdienstes auf die geistige Leistungsfähigkeit signifikant abnahm. Hätte mir mal einer sagen sollen. Nach drei Tagen Dauerarbeit habe ich mein Auto auf dem Parkplatz nie wiedergefunden. Nach sechs Wochen deutliche Besserung bei Depressionen und Müdigkeit.

Rosenwurz wird daher als Adaptogen bezeichnet: Es steigert unsere Fähigkeit, mit Belastungen umzugehen. Und wir bezeichnen das nicht als Resilienz, was keiner versteht, oder Organismusresistenz, sondern als genau das was es ist. Rosenwurz steigert unsere Belastungsfähigkeit. Und das ist heutzutage genau das, was wir brauchen.

Oma hätte das gewusst.

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